Scientia mortuorum – Von der Wissenschaft der Toten Vol. III - 15. August 2020

Findest du auch,…

… dass verlassene Orte einen ganz eigenen und ehrfürchtigen Charme besitzen?

Besitzt du auch…

… diesen Hang zum Morbiden und fasziniert dich die Endlichkeit?

Wolltest du schon immer einmal…

… Einblick in die Welt von Wissenschaftlern erhalten, deren Beruf der Tod ist?

15. AUGUST 2020               10 - 21 Uhr              Grauerort, Stade

Die Akademie des Todes wandert weiter.  Diesmal führt uns unser Weg in den Nordwesten - in das Alte Land. Dieses ist Deutschlands ältestes Obstanbaugebiet und berühmt für seine wunderschönen Fachwerkhäuser. Die Festung Grauerort aus dem Jahr 1879 ist hingegen sehr unbekannt. Die preußische Armee errichtete das Fort als Verteidigungslinie, zum Schutz vor feindlichen Kriegsschiffen aufgrund der andauernden Spannungen mit Frankreich. Dunke Gewölbekeller, enge Geheimgänge und eine wunderbare Lage direkt an der Elbe laden zum Wissenfestival Vol. III ein. Euch erwarten wieder spannende Vorträge, eindrucksvolle Bilder und interessante Geschichten. Und das Beste daran ist, dass ihr endlich Gelegenheit habt, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, euch auszutauschen und kennenzulernen. Und das alles wieder mitten in einem vergessenen Lost Place mit unbequemer Vergangenheit.
Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Den Tod entdecken – Das Leben feiern!

Adresse: Festung Grauerort, Schanzenstr. 52,  21683 Stade-Bützfleth

Karten: 39,- Euro (Tickets sind limitiert!!) - Vorverkauf ab SOFORT nur per Mail!.



REFERENTEN 2020:                                                                 


Prof. Dr. Klaus Püschel - Rechtsmediziner

Er ist der Hamburgs berühmtester Gerichtsmediziner und Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf . Er hat spektakuläre Fälle untersucht, wovon er in seinem Buch "Tote schweigen nicht" berichtet und er plädiert dafür, sich viel mehr mit dem toten Menschen zu befassen.

Seit Mitte der 2000er Jahre ist Püschel an anthropologischen und forensischen Untersuchungen verschiedener archäologischer Funde, wie den Moorleichen dem Kind aus der Esterweger Dose, dem Mädchen aus dem Uchter Moor, aber auch des sogenannten Hamburger Störtebekerschädels beteiligt .


(Foto: Hirsch)

Joerg Vieweg - Thanatopraktiker, Bestatter

Bereits das 3. Mal beim Wissensfestival dabei, gehört Joerg Vieweg bereits zum Inventar der Veranstaltung. Seine Vorträge gehören zu den prägendsten und spannendsten.  Nicht umsonst erhielt er von mir den Namen: "Der Zauberkünstler der Entstellten". Er veranschaulicht nicht nur, die Möglichgkeiten selbst stark Verunfallte wieder so herzurichten, dass problemlos ein Abschied am offenen Sarg möglich ist, sondern auch wie wichtig gerade dieser Abschied von Angesicht zu Angesicht ist, um zu realisieren, verarbeiten und loslassen zu können.


Foto folgt

Frank Schreiber - Präparator in der Pathologie

Frank Schreiber aus dem Universitätsklinikum Rostock obliegt als Präparator die Versorgung der Verstorbenen, d.h. die Konservierung,  fachgerechte Aufbewahrung und die Betreuung während der Präparierkurse. Er stellt selbst Präparate für die wissenschaftliche Untersuchung, Lehrzwecke und Dokumentationen her. Da er im Obduktionsbereich tätig ist, obliegen ihm die gesamten Wiederherstellungsmaßnahmen des Leichnams. Über seine Tätigkeit spricht der unverkennbare Frank erstmalig beim Wissensfestival.


(Foto: wieglas Fotografie)
Jule Uhl – Mitarbeiterin im Krematorium Flamarium Saalkreis, FUNUS-Stiftung, Chefredakteurin "Drunter&Drüber", Initiatorin der "Stadt der Sterblichen", Autorin

Jule Uhl zählt zu den jüngsten Menschen, die sich so intensiv mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Ihre Leistungen, Ideen und Kreationen sind beachtlich. Viele Erfahrungen sammelte sie in und vor allem um das Krematorium herum, begleitete Menschen auf ihrem letzten Weg, erhielt Einblicke in den Beruf des Bestatters uvm. Ihre persönlichen Erfahrungen schrieb sie in dem Buch "3 Liter Tod" nieder. Darüber hinaus ist sie eine hervorragende Netzwerkerin, die es versteht Menschen zusammenzubringen, für ihre Ideen zu begeistern und immer wieder mit der eigenen Sterblichkeit zu konfrontieren. 2019 auf der Messe Leben und Tod in Bremen wartete sie mit einem Fotoautomaten auf, der die Momentaufnahmen mit dem Titel "Ich werde sterben" in ein ganz neues Licht rückte.


Der Tod – Death Comedy aus Berlin                                                     

Der Tod ist stets zeitlos und auf Imagekampagne. Beim ersten Wissensfestival 2018 in der ehem. Irrenanstalt Neustrelitz noch als Zaungast, dürfen wir ihm nun ganz offiziell begrüßen und seinen Erfahrungen als Tod lauschen.  Ungeahnte Probleme und Sorgen quälen auch ihn und er ist versucht, uns die Angst vor ihm zu nehmen - mit viel Herz und Verstand und einer großen Protion Humor!


(Foto: Neurographer)
Christian von Aster – Schriftsteller, Regisseur, Comiczeichner, Trauerredner

Christian von Aster gehört wohl zu den bunten Hasen in der schwarzen Szene. Er ist laut, satirisch, humorvoll und dann wieder leise, bedächtig und nachdenklich. Viele Bücher tragen seine phantasiereiche Handschrift und auch in einigen Filmen verewigte er seine unerschöpfliches Ideengut.  2018 startete er ein großes Projekt zum Thema Märchen mit dem Namen "Märchen Gestalten Leben", um die Bedeutung der Märchen zu erklären. Immer wieder spielt dabei der Tod eine tragende Rolle. Nun begleitet er als Trauerredner die Angehörigen und man darf gespannt sein, was und v.a. wie er uns an diesem Tag bereichert.


(Foto: Mad Fox Productions)(Foto: Mad Fox Production)
Roman Shamov - Sänger, Schauspieler, Autor aus Berlin

Er ist der Mitbegründer der Band Rummelsnuff, Sänger bei "Meystersinger" mit Luci van Org, spielt Theater (BKA Berlin), singt, lacht und lebt! Er hat in zahlreichen Filmen mitgespielt und ist unglaublich wandelbar. Bereits 2019 durften wir uns von seinen gesanglichen Qualitäten überzeugen und zusammen mit mir las er in Vertretung aus Peter Wilhelms humorvollem Erfahrungsschatz. Nun ist er 2020 wieder dabei - diesmal mit seinem eigenen Buch - einer Biografie - ind er es um das geballte Leben und den Tod geht - den eigenen und dem von Familienmitgliedern.


Scarrow - Sängerin

Die Rostocker Musikerin besitzt die Fähigkeit mit ihrer Musik den Zuhörer in ferne Welten zu schicken. Mal verträumt, mal nachdenklich, aber immer melancholisch tiefgründig berührt sie die Seele und öffnet deren Schwingen, um sie durch die Nacht zu tragen.


RAHMENPROGRAMM:


  • Führungen durch die Festung Grauerort
  • Ausstellung historischer Leichenwagen aus ganz EUROPA
  • Fotoausstellung von und mit Marcus Rietzsch (Fotograf aus Berlin)
  • "Bloody shorts"  Kurzfilmkino zum Tod und anderen Endlichkeitsthemen von der Filmakademie Baden-Württemberg


INFOS:

  • Campen und Zelten erlaubt
  • Parkplätze ausreichend direkt vor Ort vorhanden
  • Leichenwagenfahrer zahlen nur 50% des Eintrittspreises, wenn sie ihre Wagen mit präsentieren



DOWNLOADS:

PROGRAMM - Wehrmachtsgefängnis 17. Augsut 2019

Programm Domjüch 2018

Lageplan

Domjüch 2018

Wehrmachtsgefängnis 2019

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