Mittwoch, 15.04.2026

Der romantische Tod - Vortrag - ROSTOCK

"Der romantische Tod - Die Poesie der Gräber" - Bestattungs- und Trauerkultur um 1800

Innerhalb der Romantik erfuhr der Tod eine Schönheitskur. War er bisher ein schaurig-düsterer Knochengeselle, der im mittelalterlichen Totentanz aufzeigte, dass ihm weder gesellschaftlicher Stand noch Wesenszug interessierte oder während des prunkhaft überladenem Barocks mahnend das Stundenglas erhob, wurde er nun umgestylt und umgedeutet. Gleichsam der antiken Ikonografie, speziell den Götterbrüdern Hypnos und Thanatos interpretierte man den Tod als ewig süßen Schlaf. Mit der Verklärung des Todes fand ein Umdenken innerhalb der Trauer- und Bestattungskultur statt. Gemäß der Erkenntnis der Beseeltheit aller Dinge, der Hinwendung zur Natur und des Geheimnisvollen erschuf man eine Grabkultur, die sich an der klassisch-antiken Architektur orientierte. Neben der interessanten Friedhofsentwicklung mit all ihrer Vielfalt – von gusseisernen Kreuzen, bis hin zu imposanten Totenhäusern – erlebt die Trauerkultur ein ebenso individuelles wie persönlich-intimes Ansehen. Mit Trauerschmuck aus schwarzem Gagat, Haaren und landschaftlichen Trauerszenarien schuf man eine personalisierte Trauer. In einem Bildervortrag wird diese Epoche auf sepulkraler Ebene beleuchtet und eben jene Bestattungs- und Trauerkultur anhand regionaler Beispiele veranschaulicht.

Beginn: 17 Uhr

Ort: Audimax, Uni Rostock, Parkstr. 6

Seniorenakademie, Uni Rostock http://www.rsa.uni-rostock.de

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