Lesungen

Vom Scheintod und anderen Merkwürdigkeiten

Ob in der ehemaligen Leichenhalle des Wismarer Ostfriedhofes oder in Feierhallen/Krematorien anderer ausgewählter Städte. Leichenhallen wurden im 19. Jahrhundert auf Friedhöfen errichtet, als die Angst vor dem lebendig begraben werden ihren Höhepunkt erreicht hatte und allerorts die Liegefristen der Verstorbenen verlängert wurden. Bis dahin wurden die Verstorbenen zu Hause aufgebahrt und nach drei Tagen bestattet. Um den hygienischen Anforderungen Rechnung zu tragen, errichtete die Stadt auf dem neu angelegten Friedhof eine Halle zur Aufbahrung der Toten und stellte einen Leichenwärter ein, der sobald jemand erwachte, gezielte Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten konnte. Bei der Auswahl der Geschichten entstand eine bunte Vielfalt an historischen Überlieferungen, Sagengeschichten und gegenwärtigen Ereignissen auf der Basis wundersamer Begegnungen mit dem Tod und der Zwischenwelt.

Vorträge

Scientia mortuorum – die Wissenschaft der Toten. Experimente mit Leichen

 

Nach dem Tod ist alles vorbei? Weit gefehlt. In diesem Vortrag erfahren Sie erstmalig den unterschiedlichen Umgang mit den Körpern Verstorbener, die ihn zu Lebzeiten für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt haben. Dabei ist diese Verfahrensweise längst eine jahrhundertealte Methode, um den menschlichen Körper zu erforschen oder einfach nur experimentell zu benutzen. Wissen Sie z.B. was die Erforschung von Elektrizität mit Leichen gemein hat? Oder was die Bodyfarm ist? Über die heutigen oftmals undenkbaren Möglichkeiten der Leichname für die Wissenschaft, informiert dieser Vortrag. Dabei wird der Bogen gespannt von altbekannten Körperspenden über chirurgische und physikalische Experimente bis hin zu Kryokonservierungen.